Thema: Portrait Prof. Roland Dieterle

PROF. ROLAND DIETERLE
Dipl.-Ing. Architect BDA | CEO
Professor Int. Project Management FH Stuttgart
Gastprofessor AAKAR Academy of Architecture Bangalore, Indien

Graue Haare, eine markante Brille, Professor Roland Dieterle schaut direkt in die Kamera. An seinen Augen erahnt man, dass sie schon viel gesehen haben.

Während seiner langjährigen Arbeit bei Siemens als Projektarchitekt und als Leiter der Abteilung Design und Projekt der Siemens Industrial Building Consultants, betreute er Arbeiten in der ganzen Welt.

Heute geht Roland Dieterle mitunter ungewöhnliche Wege. Mit seinem im Jahr 2004 gegründeten Büro „Spacial Solutions“ realisiert er ein Projekt in Kigali, der Hauptstadt Ruandas. Der kleine ostafrikanische Staat, eines der ärmsten Länder der Erde, ist nicht unbedingt der Ort an dem man innovative Bauten und spektakuläre Architektur erwartet. Und es gab auch viele, die ihm davon  abrieten: „zu viel Risiko, zu wenig Sicherheit“ (BaunetzWoche 132)

Und doch hat Dieterle die Herausforderung angenommen und ein 230-Millionen-Projekt entworfen: Ein Kongresszentrum mit angeschlossenem Hotel. Für diesen Bau mussten sich die Planer viel interkulturelles Know-How aneignen: Für Spacial Solutions war es äußerst wichtig, sich an landestypischen Farben und Materialien sowie an der afrikanischen Formensprache zu orientieren und dabei dennoch modern und zukunftsweisend zu bleiben. Die Gestaltungselemente sollten die Wurzeln der ruandischen Kultur reflektieren. Von großer Bedeutung war auch die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit des Projekts.

Auch in seinem derzeitigen Heimatort München nimmt Roland Dieterle aktiv am städtebaulichen Geschehen teil. Zurzeit arbeitet er an dem Entwurf für den neuen Münchner Konzertsaal, der seit einiger Zeit wieder in der Diskussion ist. Vor allem die Frage des Standortes spielt hierbei eine große Rolle. Roland Dieterle entwickelte ein Konzept, das zugleich allgemeine Begeisterung und Abneigung hervorruft: Die „Isarphilharmonie“. Bei seinen Streifzügen durch München suchte Dieterle nach einer passenden Umgebung für den Konzertsaal – und er fand ihn: Eine Kiesbank in der Mitte der Isar. Roland Dieterles Idee ist ein futuristisch anmutender Konzertsaal in Form eines stiellosen Weinglases, rundum verglast, mit einem sich in der Mitte schneckenförmig um den Konzertsaal windenden Wandelgang. In einer eher klassischen Stadt wie München ein mutiges Projekt. Aber der Professor sagt: „Wenn man die Weltaufmerksamkeit erlangen will, muss man etwas schaffen, was sehr, sehr attraktiv ist“ SZ, 29. Juni 2011

Internationale Aufmerksamkeit erlangte auch der Entwurf von „Hydropolis“, ein gigantisches Unterwasser-Hotel in Dubai, bei dem Roland Dieterle für die architektonische Konzeption zuständig war. „Hydropolis definiert den Begriff ‚Luxus‘ völlig neu und wird den Beginn einer neuen Hotel-Ära markieren.“ R. Dieterle in First Class, 3/2004. Wenn man die Entwürfe sieht, denkt man an eine Zukunftsvision, an Science-Fiction Filme. Und doch wäre das Projekt keineswegs reine Utopie gewesen: Für den Bau sollte eine Art „Trockendock“ angelegt werden, eine riesige Wanne aus Sand und Beton, in der das Hotel gebaut werden kann.

Der Entwurf blieb bislang eine Vision: Er wurde bis heute nicht umgesetzt.

 

Roland Dieterle selbst sagt zu seinen ungewöhnlichen Projekten: „Ich bin ein Künstler-Architekt, die Sachen müssen bei mir eine visionäre Komponente haben“  SZ, 03.09.2010

Weitere Projekte von Spacial Solutions sind unter folgendem Link zu finden: http://www.spacial-solutions.com/

Preise

Roland Dieterle hat mit seinen Projekten zahlreiche Preise gewonnen. Unter anderem jeweils den 1. Preis bei folgenden Wettbewerben:

HANNS-SEIDEL-PLATZ, MÜNCHEN
Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb
1. Preis
München, Deutschland
2010

RITEP
Internationale Handelsmesse und Ausstellungsgelände
Internationaler Wettbewerb 2007
1. Preis
Kigali / Ruanda

AFRICAN PROPERTY AWARD 2009
Das Kigali Convention Center wird mit dem African Property Award ausgezeichnet
London, UK
16. Okt. 2009

MARSTALL MÜNCHEN
Wettbewerb 2007
1. Preis in der Kategorie Veranstaltungssaal
München, Deutschland

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Lake Constance Challenge 2012

Wissenstransfer, Wettkampf und Leidenschaft charakterisieren die kommenden LCC open.

Know-How steht im Mittelpunkt am Freitag mit der Besichtigung des Porsche Museums, Besuch des Werner Aisslinger Cubes in Nagold sowie der Vorstellung unserer Veranstaltungspartner.

Seinen Abschluss findet der Tag am Bodensee mit dem Training für die Skipper und dem offiziellen Empfang zur LCC open Regatta.

Samstag und Sonntag stehen ganz im Zeichen des Segelsports. Auf den Regatta-Booten der Bootsklassen Bavaria 40S und Beneteau 7.5 First geht es um die Seglerkrone. Teams kämpfen gemeinsam um die erste Position an den Bojen und vor allem über der Ziellinie.

Wir freuen uns wieder auf ein Wochenende mit Spaß, Sonnenschein und tollem Wind!
Melden Sie sich an!

P.S. Die Mindestanforderung der LCC open ist der Spaß am Segeln, der Besitz eines Segelscheins ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen unter www.lcc-open.de

Zukunft für Architekten

Architekten setzen sich tagtäglich in ihrer Arbeit mit dem Thema Zukunft auseinander ohne dabei an die eigene Zukunft oder an diejenige des Architekturbüros und deren Mitarbeiter zu denken und entsprechende Maßnahmen frühzeitig einzuleiten.

Die neue Plattform für Architekten startet im Sommer 2012 und vermittelt relevantes und architekturspezifisches Fachwissen aus vielfältigen Bereichen wie beispielsweise dem Personal- und Finanzmanagement, Marketing- und Vertriebsstrategien, der Berufsunfähigkeit- und Altersvorsorge sowie der Mitarbeitermotivation & Kommunikation. Durch Unterstützung der Partnerunternehmen kann Zukunft für Architekten auch gleich die passende Lösungen zu exklusiven Sonderkonditionen anbieten!

Zudem werden in regelmäßigen Abständen Think Tank Abendveranstaltungen ausgerichtet, zu denen international renommierte Experten der Architektur und Wirtschaft eigeladen werden.
So referierte und diskutierte Herr Dr. Eike Wenzel, Gründer und Leiter des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung (ITZ GmbH) in Hamburg, bereits mit den Teilnehmern des ersten Think Tank im März 2012 in München über die Entwicklung und Erschließung von Zukunftsmärkten im Architektursektor.

Weitere Infos unter www.zukunft-fuer-architekten.de